
Am 10.10.2026 um 10:00 Uhr
Referent: Jason Watson I Nottingham, UK
Chirurgisch bedingte Mittelgesichtsdeformitäten gehören zu den am schwierigsten zu kaschierenden Deformitäten und haben zudem unmittelbar nach der Operation erhebliche Auswirkungen auf die Patientenanatomie. Der Konturverlust im Mittelgesicht lässt sich nicht ohne Weiteres durch Wundverbände verbergen. Bei älteren Brillenträgern kann es außerdem zu funktionellen Beeinträchtigungen kommen. In Großbritannien verwenden die meisten Kliniken einfache Konturverbände, die üblicherweise aus thermoplastischem Material bestehen und während der Operation mit Klebeband fixiert werden. Diese Verbände sitzen schlecht und bestehen meist aus einem transparenten oder rosafarbenen thermoplastischen Dentalmaterial, das anschließend mit Klebeband abgedeckt werden muss, um die mangelnde Hautverträglichkeit zu kaschieren. Wir präsentieren unsere Erfahrungen aus Nottingham, wo wir einen rein digitalen Workflow (Digitalfotos – MIMCS – Freeform) zur Simulation der chirurgischen Deformität und zur Bereitstellung einer sofortigen intraoperativen Prothese eingesetzt haben. Dies ist eine kleine retrospektive Studie mit dem Feedback von sechs Patienten (21–72 Jahre). Das Feedback der Patienten war überwiegend positiv. Ein Patient bemängelte das zur Fixierung der Prothese und zur Kaschierung des Randes verwendete Klebeband. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung einer einfachen Prothese, die ohne Anwesenheit des Patienten fertiggestellt und im OP-Saal leicht angepasst (zugeschnitten) werden kann. Es ist besonders nützlich, wenn Patienten vor der Überweisung in Ihre Klinik in anderen Krankenhäusern oder in anderen Teilen des Landes operiert wurden.
