
Am 09.10.2026 um 16:15 Uhr
Referent: Prof. Dr. Ph. Federspil I Kaiserslautern, DE
Hintergrund:
Patienten mit großer Ohrfehlbildung zur Rehabilitation der Ohrmuschel mehrere Optionen: 1. chirurgische Ohrmuschelkonstruktion und 2. Epithetische Versorgung. Daneben stehen zur Wiederherstellung des Hörvermögens ebenfalls vielfältige Optionen zur Verfügung. Alle Implantate werden in das Mastoid oder unmittelbarer Nachbarschaft eingebracht. Während für die Epithesen-Implantate nur ein geringer Spielraum zur Verfügung steht, kann der Implantationsort für Hörsysteme etwas weiter variieren. Damit kann es zu einer konkurrierenden Situation am Implantationsort kommt.
Material und Methode Falldarstellung und Review Ergebnisse:
Die aktuell verfügbaren Optionen für die Ohrmuschel- und Hörrehabilitation werden dargestellt. In Abhängigkeit des Alters und Versorgungswunsches werden verschiedene Szenarien identifiziert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Versorgungswunsch bezüglich der Ohrmuschel in Kindesalter möglicherweise noch nicht feststeht oder sich im Laufe der Zeit ändern kann. Wenn ein Hörimplantatsystem bereits im Mastoid eingebracht wurde, kann eine Situation bestehen, in der einerseits der Implantationsort bereits belegt ist und andererseits bereits Knochen abgetragen wurde, so dass dort eine Implantation für die epithetische Versorgung erschwert ist.
Schlussfolgerungen:
Die verschiedenen an der Behandlung beteiligten Fachrichtungen sollten sich über die Versorgungsproblematik bewusst sein. Insbesondere die Eltern von Kindern mit Mikrotie sollten vor der Hörimplantation umfassend aufgeklärt werden.

