I.A.S.P.E.

Int. Gesellschaft für Chirurgische Prothetik und Epithetik e.V.

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Am 09.10.2026 um 14:00 Uhr

(V-6)„Die Birmingham „Glove-Ohrenmethode“

Referent: Ian Collins I Carwyn Harries I Birmingham, UK

Zusammenfassung:

Hintergrund:
Mikrotie ist eine angeborene Erkrankung, die isoliert oder im Rahmen eines Syndroms auftreten kann. Chirurgische Rekonstruktionen und knochenverankerte Implantate werden üblicherweise bis zum Abschluss des Skelettwachstums verschoben. Die Glove-Ohrenprothese bietet eine nicht-invasive Alternative, die direkt über den rudimentären Ohrrest gestülpt wird und durch Klebstoffe und Hinterschnitte fixiert wird.

Methoden:
Ein berührungsloses optisches Scannen erfasst die Topografie des Restohrs und spiegelt das gesunde Ohr digital, um eine präzise volumetrische Symmetrie zu erzielen.

Ergebnisse: Die Glove-Ohrenprothese erzielt sofortige ästhetische Symmetrie und minimiert gleichzeitig das Operationsrisiko. Klinische Beobachtungen zeigen eine hohe Akzeptanz bei Kindern und positive psychosoziale Ergebnisse. Wichtig ist, dass der Erhalt des Ohrrests zukünftige operative Möglichkeiten nicht einschränkt.

Fazit:
Die Kombination von digitalen 3D-Arbeitsabläufen mit traditionellen Silikonprothesentechniken macht die Glove-Ohrprothese zu einer langlebigen, komfortablen und reversiblen Rehabilitationslösung, die speziell auf Kinder im Wachstum zugeschnitten ist.

Referent: 

  • Ian Collins
  • Nach 45 Jahren Tätigkeit im NHS bin ich derzeit als stellvertretender Leiter und Prothetiker in der Abteilung für maxillofaziale Prothetik am Queen Elizabeth University Hospital in Birmingham (Großbritannien) tätig. Meine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Onkologie, Traumatologie und Prothetik.

Referent: 

  • Carwyn Harries
  • Ich habe Zahntechnik an der Cardiff Metropolitan University studiert und mich der Kiefer-Gesichts-Prothetik (Maxillofaziale Prothetik) zugewandt, nachdem ich während meines letzten Studienjahres mit diesem Fachgebiet in Berührung gekommen war. Meine Ausbildung begann ich am Swansea Morriston Hospital; später wechselte ich an das Birmingham QEH, um dort meinen Master-Abschluss am King’s College London zu absolvieren, wo ich meine Qualifikation noch in diesem Jahr abschließen werde.
  • Als Spezialist für Kiefer-Gesichts-Prothetik und rekonstruktive Verfahren verbinde ich in meiner Arbeit die traditionelle, patientenindividuelle Fertigung mit digitalen Technologien – darunter die virtuelle OP-Planung und der 3D-Druck –, um maßgeschneiderte Prothesen herzustellen und komplexe rekonstruktive Behandlungen zu unterstützen.

Einrichtung / Institut / Klinik: 

  • Queen Elizabeth University Hospital Birmingham
  • Maxillofacial Prosthetics Department, UK

Andere Programmpunkte: