I.A.S.P.E.

Int. Gesellschaft für Chirurgische Prothetik und Epithetik e.V.

  • Vortrag

Am 10.10.2026 um 15:15 Uhr

(V-19) Patientenspezifische 3D – Anwendungen im
Kepler Universitätsklinikum Linz

Referent: Jürgen Schwarzbauer I Linz, AT

Zusammenfassung:

Der 3D – Druck und die 3D – Visualisierung sind an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Kepler Universitätsklinikum Linz traditionsgemäß (KUK) fest verankert.

Das KUK treibt die personalisierte Medizin durch modernste Technologien voran und hat nun ein klinikweites 3D – Kompetenzzentrum für patientenspezifische Anwendungen (3DZ) etabliert.

Die Initiative bündelt die Expertise verschiedener Fachbereiche am KUK Med Campus, um medizinische Lösungen exakt an die individuelle Anatomie der Patientinnen und Patienten anzupassen.

Das 3DZ übersetzt radiologische Bilddaten (CT, MRT, DVT und 3D – Ultraschall) mithilfe modernster Spezialsoftware in virtuelle und greifbare medizinische Produkte. 

Datengewinnung & Segmentierung: Aus den unterschiedlichen Gewebedichten in CT- oder MRT – Scans extrahiert eine Software die gewünschten anatomischen Strukturen. Individuell am KUK erstellte CT – Protokolle dienen hier bei der Umsetzung.

Multi – Material-Druck: Spezielle High – Tech-Drucker verarbeiten mehrere Materialien gleichzeitig. So entstehen Modelle, die harte, weiche, elastische, transparente und farbige Eigenschaften kombinieren.

Postprocessing im Labor: Im zahntechnischen Labor des Klinikums werden die Modelle in präziser Feinarbeit nachbearbeitet, Stützstrukturen entfernt, geschliffen und poliert. 

Aktuelle klinische Meilensteine in Linz

  • Detailgetreue, flexible Modelle, etwa von komplexen Kinderherzen ermöglichen es Chirurgen, komplexe Eingriffe vorab realitätsnah zu simulieren und OP-Schritte exakt zu planen.
  • Neben der Rekonstruktion anatomischer Strukturen kooperiert das KUK mit der Johannes Kepler Universität (JKU) bei zukunftsweisenden biokompatiblen Implantaten oder etwa der Einsatz vom 3D – gedruckten Zellstrukturen. Ein Meilenstein ist der erfolgreiche Einsatz von 3D – gedrucktem Zirkonoxid als Knochenersatz bei stark verkümmerten Kiefern oder der Einsatz von Titan – Subperiostalimplantaten.
  • Der Fachschwerpunkt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie nutzt maßgeschneiderte 3D – Modelle, um die Formung und das Einnähen von Eigengewebe nach Brustkrebserkrankungen
  • Die gedruckten Modelle oder 3D Simulationen dienen Medizinstudierenden an der JKU sowie angehenden Chirurgen als anschauliche Trainingsobjekte.

Wir freuen uns darauf ihnen in Heidelberg einen kurzen, aber breiten Einblick über das Betätigungsfeld unseres Kompetenzzentrums geben zu können.

Referent: 

  • Jürgen Schwarzbauer

Einrichtung / Institut / Klinik: 

  • Kepler Universitätsklinikum GmbH (Med Campus III)
  • Linz, AT

Andere Programmpunkte: